Japan hat die höchste Faxnutzung pro Kopf weltweit. Etwa jeder dritte japanische Haushalt besitzt noch ein Faxgerät -- eine höhere Verbreitung als bei Spielkonsolen -- und Unternehmen in praktisch allen Branchen setzen weiterhin auf Fax als zentrales Kommunikationsmittel. Während andere Industrieländer sich schrittweise vom Fax verabschiedet haben, bleibt Japans Beziehung zu dieser Technologie bemerkenswert stark, verwurzelt in kulturellen Praktiken und institutionellen Gewohnheiten, die weit über einfache technologische Trägheit hinausgehen.
Ein entscheidender Faktor hinter Japans Faxkultur ist die langjährige Vorliebe des Landes für papierbasierte Dokumentation und physische Stempel. Der Hanko -- ein persönliches Siegel, das anstelle einer handschriftlichen Unterschrift verwendet wird -- ist nach wie vor eine Standardanforderung für Verträge, Bankkonten, Behördenregistrierungen und alltägliche Geschäftstransaktionen. Da so viele Prozesse auf physischen Dokumenten und Stempeln aufgebaut sind, fügt sich Fax auf natürliche Weise in bestehende Arbeitsabläufe ein -- auf eine Art, die rein digitale Alternativen nicht bieten können. Insbesondere ältere Generationen fühlen sich wohler damit, von Hand auf Papier zu schreiben und es zu faxen, als Nachrichten auf einem Bildschirm zu verfassen.
Die institutionelle Abhängigkeit vom Fax geht tief. Grundschulen kommunizieren routinemäßig per Fax mit Eltern und versenden Abwesenheitsmeldungen sowie Verwaltungsmitteilungen. Krankenhäuser und Kliniken nutzen Fax zur Übermittlung von Patientenakten und Überweisungen. Gerichte und Polizeidienststellen verlassen sich auf Fax für vertrauliche Unterlagen. Behörden auf allen Ebenen -- kommunal, präfektural und national -- unterhalten aktive Faxanschlüsse für den offiziellen Schriftverkehr. Im Jahr 2021 kündigte die japanische Regierung Pläne an, Faxgeräte aus Regierungsbehörden abzuschaffen -- als Teil einer umfassenderen Digitalisierungsinitiative. Die Initiative wurde rasch zurückgenommen, nachdem Hunderte von Behörden geantwortet hatten, die Umstellung sei angesichts ihrer bestehenden Arbeitsabläufe „unmöglich".
Japanische Unternehmen spiegeln dieses Muster wider. Bestellformulare, Rechnungen, Auftragsbestätigungen und interne Kommunikation werden häufig noch per Fax übermittelt, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen, traditionellen Branchen und Firmen, die mit inländischen Kunden arbeiten, die faxbasierte Korrespondenz erwarten. Auch das Sicherheitsargument hat erhebliches Gewicht: Viele japanische Institutionen betrachten die Übertragung über Telefonleitungen als vertrauenswürdiger als cloudbasierte Systeme, und die physische Natur eines gefaxten Dokuments wird als zuverlässiger wahrgenommen als eine digitale Datei.
Dennoch ist ein Wandel im Gange. Die 2021 gegründete Digital Agency arbeitet daran, Regierungssysteme zu modernisieren und die Abhängigkeit von veralteten Technologien zu reduzieren. Digitalminister Taro Kono hat sich öffentlich für Reformen eingesetzt, und bis 2024 hatte die Regierung über 10.000 Datensätze maschinenlesbar gemacht. Japan schaffte Mitte 2024 auch die letzten verbliebenen Disketten-Anforderungen für Behördeneinreichungen ab. Cloudbasierte Faxdienste und Online-Faxlösungen gewinnen in der Privatwirtschaft an Bedeutung und bieten Unternehmen die Möglichkeit, faxbasierte Arbeitsabläufe beizubehalten und gleichzeitig digitale Systeme zu integrieren -- ein Übergang, der mit Japans schrittweiser, aber stetiger Entwicklung hin zu digitaler Infrastruktur im Einklang steht.
Wer ein Fax nach Japan senden muss, sollte auf die korrekte Nummernformatierung achten. Die Landesvorwahl Japans ist +81, und die führende Null der Ortsvorwahl muss beim internationalen Wählen weggelassen werden. Eine Tokioter Nummer, die mit 03 beginnt, wird beispielsweise zu +81 3 gefolgt von der lokalen Nummer. Detaillierte Formatierungshinweise finden Sie in unserem Leitfaden zum internationalen Faxversand online.
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